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Freitag, 06. März 09 um 10:40

Kaffee und seine Auswirkungen

Kategorie: Lifestyle

Von: Jürgen Spiegel

Kaffee und seine Auswirkungen auf Nierenfunktion und Wasserhaushalt

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit wurden die Menschen darauf hingewiesen, dass Kaffeegenuss nichts zum Wasserhaushalt des Körpers beitrage, sondern sogar dehydrierend wirke. Diese Ansicht ist inzwischen eindeutig widerlegt, so die Aussage eines umfangreichen Reviews aus dem Jahr 2007 (1). Koffein ist zwar ein mildes Diuretikum, in den üblichen Mengen getrunken, kann er jedoch einen wichtigen Beitrag zum Flüssigkeitsbedarf leisten, der dem von reinem Wasser entspricht (2). So wurde - allerdings nur bei sehr hohen Kaffeemengen von mehr als sechs Tassen (entspricht 642 mg Koffein) - ein verstärkter Urinfluss über 24 Stunden beobachtet (3). Etliche Studien mit US-amerikanischen Sportlern konnten jedoch keine Beweise dafür finden, dass Kaffeekonsum womöglich durch eine Förderung der Dehydratation oder Mineralstoffverlust die Leistungsfähigkeit beinträchtigen könnte (4). Weitere Infos unter www.kaffee-wirkungen.de

1. Ganio, M.S. et al. Clinical Sports Medicine, 26, 1-16, 2007.

2. Armstrong, L.E. et al. Exercise and Sports Science Reviews, 35, 135-140, 2007.

3. Neuhauser-Berthold, M. et al. Annals of Nutrition & Metabolism,41, 29-36, 1997.

4. Armstrong, L.E. International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism, 12, 189-206, 2002.